Friday, May 18, 2012
Nahrungsergänzung - Eine Einführung Drucken E-Mail
Geschrieben von: Christian Krannich   

Wie uns der Name schon verrät, wird bei der Nahrungsergänzung die Nahrung mit einem Ergänzungsmittel erweitert. Wenn der Körper schwach und ausgelaugt ist, ist eine Nahrungsergänzung durchaus empfehlenswert. Meist werden solche Mittel im Sport eingesetzt, denn beim Sport verbraucht der Körper viel Energie. Aber auch in der Schwangerschaft sind viele Frauen auf Nahrungsergänzung angewiesen, da der Körper einfach mehr Nährstoffe und Vitamine benötigt. Bei einer normalen ausgewogenen Ernährung ist eine Nahrungsergänzung nicht notwendig.

Krankheitsbezogene Aussagen und eine Positivlistung wie bei anderen Lebensmitteln sind bei Nahrungsergänzungsmitteln nicht zulässig. Diese Werbevorgaben werden seit 2007 durch die neue Health-Claims-Verordnung geregelt. Die Entscheidung liegt also allein beim Verbraucher ob er ein Nahrungsergänzungsmittel zu sich nimmt oder nicht.


Ein Nahrungsergänzungsmittel unterliegt einer Richtlinie nach EU-Recht: der Nahrungsmittelverordnung. Diese schreibt vor das ein Nahrungsergänzungsmittel dazu bestimmt ist die Ernährung zu ergänzen. Es darf nicht, wie in den USA beispielsweise, einen therapeutischen Nutzen erfüllen.

Die Zusammensetzung der Vitamine und Mineralstoffe ist genau geregelt. Nach dem Lebensmittel- und Futtergesetzbuch (LFGB) sind die Inhaltsstoffe in Anhang 1 der Nahrungsergänzungsmittelverordnung (NemV) aus dem Jahre 2004 aufgeführt. Weiter dürfen lebensmittelspezifische Rohstoffe gemäß LFGB und Novel Food Verordnung darin enthalten sein. Die typischen Inhaltsstoffe sind demnach Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidatien.

In deutscher Nahrungsergänzung findet man außerdem sogenannte Vitaminoide oder auch Pseudovitamine genannte Substanzen. Im menschlichen Stoffwechsel bieten einige dieser Substanzen wichtige Funktionen, welche aber bereits in ausreichender Menge im Körper vorhanden sind. Deshalb sind sie Vitaminähnlich.

Eine weitere Gruppe bilden die sekundären Pflanzenstoffe, diese haben keine tragende Rolle im Körper und werden sogar als schädlich angesehen. Einige dieser sekundären Pflanzenstoffe weisen allerdings gesundheitsfördernde Substanzen auf. Diesen Sonderfall stellen die Flavonoide dar welche eine besondere Wirkung auf die Durchlässigkeit der Gefäßwände beim Menschen haben, warum man diesen Stoff auch wieder zu den Vitaminoiden zählt.

Die Konzentration der Stoffe in einem Nahrungsergänzungsmittel soll aus einer ernährungsspezifischen oder physiologischen Wirkung allein oder im Zusammenhang dargestellt sein. Zu dieser Produktgruppe gibt es eine bestimmte Richtlinie (2002/46/EG) welche im EU-Recht geregelt ist. Außerdem schreibt diese Verordnung die Form und Dosierung vor. Insbesondere soll das Mittel in Pillen, Brausetabletten, Pastillen oder Kapseln angeboten werden. Auch als Flüssigkeit in Pulverbeutel, Flaschen mit Tropfeinsätzen oder Flüssigampullen darf die Nahrungsergänzung angeboten werden. Je Darreichungsform gibt es bestimmte Angaben zur abgemessenen Menge an Nahrungsergänzung, die erforderlich und angemessen ist.

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